Archiv für Dezember 2013

Inventur im Chemnitzer Tierpark: Warum der Bärenmakak gehen muss

Inventur im Chemnitzer Tierpark. Nach vielen Geburten leben fast 1000 Amphibien, Säuger oder Vögel in den Gehegen.

(bild.de)

Zu viel für den pleitebedrohten Zoo! Hallo-Chemnitz verrät: Wer kommt, wer geht, wer bleibt?

Bleibt:

• Maus – Grund: klein.
• Klammeraffe – hier machts vor allem der Preis, 5 Stk. nur 11,99!
• Lisztaffe – schrieb über 100 schöne Klavierwerke, machte sich 2004 unsterblich mit der Klingelton-Komposition „Die furzenden Affen
• Löffelente – hochgradig domestiziert: isst sogar ins Gehege geworfene Dönerreste mit Messer und Gabel
• Przewalskipferd – als hängende Spitze eine Option für die WM 2014
• Venezuelaamazone – bleibt: geile Möpse

makak_daube_chemnitz_tierpark
Muss im Tierpark seine Koffer packen: Bärenmakak „Svenni“

Geht:

• Ratte – vergrätzt Besucher, weil: isst ohne Messer und Gabel, stinkt. Heftet sich mit kot- und blutgetränktem Schwanz an Artgenossen, verknäult sich, bildet so: den „Rattenkönig von Schönau“
• Brillenvogel – fliegt, Grund: neue Brille. Gleitsicht. Zu teuer.
• Bärenmakak – Toilette runtergespült: zu unreinlich!
• Zweifarb-Fruchttaube – zwei Farben sind eine zu viel.
Sachsenhuhn – hackte, von der Tierparkleitung jahrelang gedeckelt, mit 2 Bonobos auf ausländische Besucher ein. Bereits seit einem Jahr in U-Haft. Rückkehr nicht vor 2015.
• Sonnenralle – Abgang noch in diesem Monat. Kehrt zu seiner Familie zurück. Bruder „Florida-Rolf“ richtet bereits die Voliere in seiner mallorquinischen Finca her. Tirili!

Zeigfreudig: „Expressionist im Museum Gunzenhauser“


Wenn Affen Kunstrichter spielen, gibt´s solche tierisch guten Schlagzeilen.

(Meldung via Kunsthandwerks-Periodika sachsenfernsehen.de)

Weihnachtsmarkt wegen Orkan dicht: Wichtel laufen Sturm

Weihnachtsmarkt wegen Windes weg!

- „Händler verrammeln ihre Buden!“ (bild.de)

- „Von Besinnlichkeit keine Spur. Statt Adventsstimmung Frust und Ärger auf dem Weihnachtsmarkt.“ (freiepresse.de)

Doch nicht nur Fans von blinkenden Zipfelmützen, hemmungslosem Sturztrunk und Gelegenheitsdiebstahl werden durch Sturmtief Xaver zwei besinnliche Tage im Containerdorf genommen.
Besonders vom Aussetzen des Marktbetriebes sind natürlich die geschäftigen „Wichtel“, die in ihren Holzbüdchen erzgebirgische Pizza („Ich liebe dich“), lauwarme Zuckerlösung („Glühwein“) oder die fettigste Rostbratwurst des gesamten Sudetenlandes („3,50€“) feil bieten, betroffen.

Was die Wichtels jetzt untereinander wütend wichseln fasst Hallo-Chemnitz zusammen.

Die Händler hatten um 9 Uhr erfahren, dass der Markt den ganzen Tag geschlossen bleibt. Nachvollziehen konnten das nur die wenigsten. „Beschissen“ sei das Vorgehen der Stadt, probt ein Wortführer der Wichtel den Aufstand.

T r ä n e n in den Augen hatte die Inhaberin einer Fleischerei mit Imbiss. „Die wissen ja nicht, was sie uns antun“, sagte sie. Alles, was vorgekocht wurde, habe sie wegwerfen müssen. Um attraktiv für die Kunden zu sein, habe sie in eine neue Hütte investiert. Gern wäre sie auf dem Markt geblieben, um darauf aufzupassen. „Aber nicht einmal das dürfen wir.“

(zitiert nach freiepresse.de)

weihnachtsmarkt_Sexy_ist_Chemnitz_Nackt_nikolaus_kraftklub_felix_Brummer_mit_Sohn
Wegen Orkantief Xaver geschlossen: Weihnachtsmarkt Chemnitz

Zustände wie in der DDR oder heute noch: in Nord-Korea.

Besonders schwer zu wiegen („Fassungslosigkeit“) aber scheint für die Gewerbetreibenden nicht etwa, dass insgesamt 4 Millionen Fischbrötchen die Campingtoiletten runtergespült werden mussten („enorme Umsatzeinbußen“), sondern der Moment „in dem sie erfuhren, dass andere Märkte in der Region geöffnet hatten. 23 Jahre nach der Wende wieder: „Alarmstufe Rot“! Klar, dass deshalb besonders den Freiheitlichen unter uns der Hut hoch geht.

Eduard „Eddy“ Jenke (FDP), zuletzt 2008/2009 mit seiner Schnapsidee „Damit die Belebung der Innenstadt gelingt, könnten in den Sommermonaten Sportereignisse wie Beachvolleyballturniere initiiert werden“ in Hallo-Chemnitz zitiert, äußerte sich in der Freien-Presse entsprechend kritisch.

Eine verantwortungsvolle Öffnung und vorzeitige Beendigung hätte Markthändlern und Kunden besser getan. Einen vorzeitigen Abbruch hätten Kunden akzeptiert. So aber werden wir vom Bergvolk belächelt.

(zitiert nach freiepresse.de)

Und weil DAS ja wohl am allerwenigsten sein soll, als stolze Chemnitzer von „Menschen“ aus dem Erzgebirge verlacht zu werden und ein geschlossener Weihnachtsmarkt eben ist wie ein Stadtteil ohne Netto-Markt, nen Fußballclub in der dritten Liga oder keine Verwandten im Westen zu haben, versprechen wir, den Weihnachtsmarkt zukünftig gegen jedes Wetterereignis (z.B. Frühling) bis zum letzten Heizpilz zu verteidigen.

Händler, hört ihr die Signale?

Hallo-Chemnitz