Archiv für Oktober 2013

Einspruch der Lokalpolitik: Ab sofort wieder Saure Würmer in Helbersdorf!

Chemnitz/OT Helbersdorf. Im Ornat eines stolzgedunsenen Kommunalpolitikers steht Jörg Vieweg (65, SPD) vorm Nettomarkt in Chemnitz Helbersdorf. Seine Faust, die er zum Gesicht (mit Häschenohren) geballt hat, ist in Richtung der Reklame ausgestreckt: „Netto-Discount“ und „Getränke-Discount“ steht da. Er macht das, weil der „Kampf bis heute“ weitergehen musste.

Du bist super, lieber Jörg, aber: Was ist eigentlich passiert?

Helbersdorf ist ein, bis auf etwa 2.000 Immobile, weitgehend entvölkertes Plattenbauviertel im Süden von Chemnitz. Dort existiert ein „Nahversorgungsproblem“ und es ist demnach so, dass „Senioren“ im Winter den letzten Discounter am Helbersdorfer-Hang kaum erreichen konnten. Der Aufstieg zur Kaufhalle war stygisch – den meisten Kunden einfach zu steil. Rentner rutschten reihenweise den hochverharschten Hang hinunter. Die Buttermilch in der Tragetasche? Zerborsten und über die SuperIllu gelaufen. Alles wellt sich.
2009 kams dann knüppeldick: das Aus für den Plusmarkt! River-Cola, Joghurt mit der Ecke oder Esspapier. Das alles kannte man in Helbersdorf 4 Jahre lang nur aus Erzählungen.

Einspruch der Lokalpolitik

Ungeheuerlich, dass es erst Typen wie Jörg Vieweg („Mehr Flair für Chemnitz´ Süden“) braucht, die nach der Schließung des Vollsortimenters „den Verantwortlichen der Stadt klar machen, wie dringend notwendig gerade in diesem Wohngebiet, eine zu Fuß erreichbare Nahversorgung ist“. „Der steile Hang“, stellt Gerechtigkeitsfanatiker Vieweg fest, war ohnehin „ein schwer zu bewältigendes Hindernis“ für die bis zur Wehrlosigkeit vergreisten Leisetreter in Helbersdorf.

Dank heißem Draht: Saure Würmer für Helbersdorf

Durch einen schicklichen Zufall hat der sympathische Lohndumper Netto (zahlt pro Stunde 4Packungen „Saure Würmer“) nun entschieden, am Fuße des Helbersdorfer Hangs, einen neuen Markt zu eröffnen. Zeit für Vieweg so zu tun, als würde er Verantwortung dafür tragen. „Seit 2009, nachdem der letzte Discounter am Helbersdorfer Hang geschlossen wurde“ hat er als „Bürgervereinsvorsitzender“ dem Kapital Verwertungswege aufgezeigt. Dabei habe, so Vieweg, „immer ein heißer Draht nach Maxhütte-Haidhof (Firmensitz Netto Marken-Discount, Anmerkung HC)“ bestanden. Dass diese Wege steil sind, weil sie helbersdorfer Hänge hinaufführen und sie tagaus tagein unter Senioren ächzen, verschwieg Politass Vieweg den Entscheidungsträgern in Westdeutschland gekonnt.
Es menschelt also wieder von Kappel bis Helbersdorf und deshalb sind wir gespannt, was da noch kommt vom Mundart-Sozi. Wenn Viewegs Utopia aufgeht, allen Menschen Tauben, kross gebraten, und Äpfel, im Schokobad frittiert, in deren geile Münder fliegen, lichten wir die Birne gern wieder kostenlos für das Meinungsmedium Hallo-Chemnitz ab.

Fußball so hart: Schädlich weg – Lippi da?

Das ist, dem übertragenen Sinn nach, der Hammer der Saison: Gerd Schädlich tritt als Cheftrainer des dreimaligen FDGB-Vize-Pokalsiegers Chemnitzer FC zurück!

Oh weh, oh ja, ein neuer Trainer, das wär´s: ja!

Damit ist klar, dass das Gerüchtekarussell um den Nachfolger Fahrt aufnimmt. Hallo-Chemnitz hat für euch die kühnsten Lügenmärchen von transfermarkt.de geprüft und zeigt:

DAS IST DRAN AN DEN GERÜCHTEN:

Wolfgang „Ente“ Lippert

+ zigfach im Abstiegskampf bewährt
+ erfahrener Showhase („Hallo Aschaffenburg!“)
+ Kumpeltyp („You can say You to me“)
- zieht die FUSSBALLHosen mit der geklauten Kneifzange an
- wenn es ernst wurde – mit Reifenpatzer ausgeschieden

Chemcat

+ ist nach seinem Ausraster in der Wirtschaft „Ottensteins Bierstube“ frei für neue Aufgaben
+ gilt als akribischer Arbeiter
+ würde sein gleichmütiges Frauchen Peggy Schellenberger als Zeugwart installieren
- unmenschliche Trainingsmethoden
- braucht den Fußball nicht, um sich ausdauernd am Sack zu kratzen

Karl Martin Kohlmann

+ deutsche Tugenden
+ scheut keinen Zweikampf, obwohl er das als Trainer gar nicht müsste
+ hat einen Namensvetter, der beim Verbandsligisten Eintracht Mahlsdorf dem Gegner die Knochen bricht
- klebt auch nach Niederlagenserien hart am Trainerstuhl

Schornstein Heizkraftwerk Nord

+ Leuchtturmcharakter für ostdeutschen Fussball
- zu unflexibel für einen modernen Kick

Lothar Matthäus

+ hielt sich zuletzt mit Benefizspielen zu Gunsten ostdeutscher Hochwasseropfer fit
- möchte dem Vernehmen nach eigentlich nicht in die Sowjetunion wechseln

Ekelhafte Enkeltricks: So schützen Sie sich vor falschen Fuffzigern

Enkeltrick-Betrüger in Sachsen. Am Donnerstag kam es im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz insgesamt zu elf versuchten Enkeltrick-Betrügen. […] In keinem der Fälle kam es zu einer Geldübergabe. Bei den bislang unbekannten Anrufern handelt es sich sowohl um Männer als auch um Frauen. Sie sprachen teilweise deutsch ohne jeglichen Dialekt, mit Dialekt oder mit ausländischem Akzent. Ob die insgesamt elf versuchten Enkeltrick-Betrügereien in einem Zusammenhang stehen, müssen die Ermittlungen zeigen. […] Sachsen-Fernsehen rät: Beenden sie im Zweifel das Gespräch und rufen die Polizei. Auch bringt eine Nachfrage bei den „echten“ Verwandten oder Bekannten schnell Klarheit.

Frau, Mann, mit, ohne, echt, unecht, ja, nein. Ein echtes Enkeltrickheckmeck! Das Präventionsteam von Hallo-Chemnitz klärt auf, bei welcher Art Anruf Chemnitzer tatsächlich stutzig werden sollten:

  • (Gekonnt) „Hallo Omilein, hier spricht Ihr Neffe“
  • (Gewollt) „Nabend Opa, rate gar nicht erst, wer dran ist! Jedenfalls möchte ich dich bitten, mit mir gemeinsam ein Flüchtlingsheim finanziell unterstützen“
  • (Gegrölt) „Grüß dich Großväterchen: NUR DIE SGD!“
  • (Gesungen) „Oma so lieb, Oma so fein. Ach komm schon, als ob zwischen Dönerkarte und Kassenbon nicht noch nen Hunderter passt rein“
  • (via Sachsen-Fernsehen.de)

    Von wegen „Sebastian“: So stürzt die Zone

    Die neue Markenkampagne zeigt Situationen und Anlässe, bei denen ein Bitburger perfekt passt. Ob mit Freunden, Nachbarn oder Kollegen, mit Bitburger werden diese Momente zu etwas ganz Besonderem. Das Gemeinschaftsgefühl steht dabei immer im Mittelpunkt. Ganz im Sinne von: Wenn aus gemeinsam besonders wird, wenn aus Bier Bitburger wird.

    (via Bitburger)

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