Archiv für Februar 2012

Nicht nur Arbeitgeberverbände fordern: „Bürotechnik ist kein Verbrechen!“

Keine Jugendrevolte, bewaffneter Kampf und Maschinensturm. Statt den Aufstand gegen den rasanten Wandel hochtechnisierter Arbeitswelten zu proben (is eh sinnlos), huldigt eine Gruppe objektsexueller Fans des Chemnitzer FC der Bürotechnik – dem Status Quo. Es sei „doch kein Verbrechen, diese Emotion gelte es zu respektieren“, sagte Ronny Licht (57) seinen westsächsischen Fettarsch kopierend.


„Bürotechnik ist doch kein Verbrechen, wir werden dafür kämpfen und lassen unseren Emotionen freien Lauf“, Fans des Chemnitzer FC im Drittligaspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen

Schmierhanselz fragen, Hallo Chemnitz frägt zurück # 1


Wer nichts zu melden hat, der ab wo schreibt. Wo Titel ist, ist Ferkelei, wo Stift, kein Hirn. Mutmaßung nur.
Kurzum: Wir hassen euch!

.. und fragen zurück:

- Fickfrühling da – ja werden wir denn alle geil?

- Wasserleitung voll vereist – scheisst jetzt jeder in die Bude?

- Bibberbettwäsche – nur 1,99?

(via sachsen-fernsehen.de)

Opernball Chemnitz: Everybody was Kung-Fu-Fighting

In fernöstlichem Ambiente hat am Samstag der Chemnitzer Opernball stattgefunden. Das Thema des Balls lautete „Im Land des Lächelns“. Mehr als 700 Gäste strömten ins Opernhaus. Neben Fotografen und Mitarbeitern der „Freien Presse“, die das Geschehen und die Ball-Gäste in Bildern festhielten, schilderten die Reporter (!) Romy Haucke und Pierre Franz per Smartphone ihre Eindrücke.

Auch Hallo-Chemnitz hat sich auf dem Ball der Erbsen umgesehen und festgestellt, dass, weil Lehárs Operette statt „Das Land des Lächelns“ ja eigentlich „Die gelbe Jacke“ hätte heißen sollen, dieser Titel die bessere Passung zum lächerlichen Mummenschanz der provinziellen Wirtschaftsnetzwerker hat.

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Rubrik: Der kleinste Mann der Stadt #1

Festhalten am Althergebrachten, Autoritätshörigkeit, die Tendenz, Verstöße gegen tradierte Werte ahnden zu wollen und zudem die Ablehnung des Subjektiven und alles Schöngeistigen, Aberglauben, Klischees. Ein überbordendes Streiten für das Ich, die Herabsetzung anderer Menschen und letztlich die irrationale Veranlagung, an die Existenz eines „Bösen“ in der Welt zu glauben. Eigenschaften mit denen es der gemeine Ostler nicht nur zum gewaltbereiten Eckkneipen-Nazi, sondern auch zum konservativen U- bzw. F- Musikus bringt. Darüber hinaus avanciert man so ausgestattet zur Zielgruppe der Angst- und Scharfmacher von Sachsen-Fernsehen. Diese gemeingefährlich disponierten Deppen, die dort zum „User“ geadelt werden, dürfen unter einem Allerlei aus prä-rassistischen Meldungen über delinquente „polnische Landsmänner“, Jammer-Arien über Diskotheken-Schließungen und von Polizeiern abgeschriebenem Vekehrsgossip, vom Anbrechen einer „nationaler Ähra(!)“ schreiben, den „allesbestimmenden Wessis“ verbal Luft ans Rad machen oder sich in kleinbürgerlicher Hatz über Straßenschäden mokieren.
Hallo-Chemnitz´ Mann vor Ort (gemeint sind die Kommentarspalten von Sachsen-Fernsehen) ist der „Kappler“. Ein Spießgeselle, wie Du und Ich. Dreckige Hände, schnelle Zunge, verwaschene Aussprache. Seit 2002 Bürosoftware installiert. Immer als Dampframme unterwegs. Stets etwas in der Pipeline, den kleinen Mann rauszuboxen. Stadtgespräch zwischen Kappelkaufhalle und Sachsen-Allee, Conti-Loch und Arbeitsamt. Ab heute wird hier regelmäßig von diesem postmodernen Franz Biberkopf zu lesen sein.
Der Anfang der Reihe soll mit dem Trend zur mutmaßenden Meldung (hier: „Steigende Mieten in Sachsen?“) gemacht werden. Irgendein „Interessenvertreter der Mieter in Sachsen“ rechnet für „das laufende Jahr mit steigenden Wohnkosten im Freistaat.“ So gefressen, bringt es den „Kappler“ tierisch auf die Palme:

Versöhnlichere Töne löst dagegen die Meldung aus, dass die Chemnitzer Band Kraftschlag mit ihrem erfrischenden Fachiabi-Rock (HC berichtete), „die Charts stürmen