Archiv für Januar 2012

Einfallsreich geschminkt in Batzendorf

Hohenstein-Ernstthal: 100. Todestag von Karl May beschäftigt Erzgebirgsverein

Hohenstein-Ernstthal. Der 100. Todestag von Karl May wird auch den Erzgebirgsverein in diesem Jahr beschäftigen. Demnach wollen sich die Erzgebirgsfreunde beim 4. Batzendorfer Gartenfest einbringen, das unter dem Thema „Karl May im Erzgebirge“ steht und das vom Verein „Silberbüchse“ organisiert wird. Mehr dazu lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der „Freien Presse“ Hohenstein-Ernstthal.

(via freiepresse.de)

Ob das „Batzendorfer Gartenfest“ eine geile Erfindung der Freie-Presse-Redaktion oder tatsächlich idiotischer Einfall westsächsicher Eingeborener ist, kann Hallo-Chemnitz jetzt aufklären. „Henry Kreul aus Gersdorf“ berichtet bereits 2008, dass der „Hohenstein-Ernstthaler Oberbürgermeister Erich Homilius“ (der Mann, der kein Naziproblem hatte) das irre Indianerfest eröffnete. Was dem foltge war eine „Lesung des Vorsitzenden des Fördervereins, Peter Sodann, der erste vom Publikum schon erwartete Programmhöhepunkt. Der von ihm in seiner bekannten, offenen und geraden, Art gehaltene Vortrag sorgte von Anfang an für gute Stimmung unter den Zuhörern. Zum anderen präsentierte mit Gerhard Gerry Fischer, tatkräftig unterstützt durch seine Frau Black Buffalo Woman , ein Urgestein der ostdeutschen Indianistikszene eine beeindruckende Schau Streiflichter indianischer Kulturen. Auf dem Parkplatz gegenüber hatten die Mitarbeiterinnen des Spielhauses bei der Kinderbetreuung alle Hände voll zu tun. So konnte man viele einfallsreich geschminkte Indianer bewundern, und auch der ein oder andere Schuss aus der Mohrenkopf-Büchse hatte augenscheinlich seine Wirkung hinterlassen. Im Tipi wurde bis in den Abend hinein fleißig Knüppelkuchen am offenen Feuer gebacken. (…) Den Schlusspunkt setzten die Batzendorfer selbst mit dem Ernstthal-Lied“.

(via sachsen-fernsehen.de)


Batzendorfer Gartenfest 2008: Peter Sodann und Kara Ben Nemsi hart am rasten

City-Image aufpolieren: Lasst Steine sprechen!

Der Steinerne Wald in Chemnitz könnte vielleicht schon bald zum „Weltnaturerbe der UNESCO“ ernannt werden. Die Stadt hat sich für den Titel beworben, bei dem die Bewerbungsfrist heute abläuft.

(via sachsen-fernsehen.de & mdr.de)

Der verbotene Blick in die Bewerbungsmappe offenbart in der Tat Vorzeigbares: Mit der eindrucksvoll versteinerten Einkeimblättrigen (Bildmitte), die bereits 2011 zum Fossil des Jahres gekürt wurde, legen die Chemnitzer Bewerber ein richtiges Pfund vor.

Über 200 Milliarden Jahre alt: Die krautige Einkeimblättrige (gehoben in Chemnitz Hilbersdorf)

Der Wettbewerb dürfte dennoch hart umkämpft sein, zählen doch neben der der Region „Sächsich Böhmischen Schweiz“ (Motto der Bewerbung „Rassismus, Neonazi-Terror und Touristenidylle verbinden!“) auch die“Leipziger Notenspur“ (MdB: „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Wagner war vielleicht Antisemit, Mahler aber nicht :p“ ) sowie das „Topasgebiet Schneckenstein“ (MdB: „Er wird bewacht und kann nur zu bestimmten Tageszeiten bestiegen werden“) zu den Anwärtern auf den Titel „Weltkulturerbe“. Allein das „Umgebindeland“ (MdB: „Bodenständigkeit, Besitzerstolz und Gastfreundschaft“) stellt sich durch die obszöne Aufmachung ihrer Bewerbung selbst ins Abseits.

Gar nicht Irgendwie: Das Deckblatt der Initiativbewerbung „Umgebindeland“

Brrrrr: 3 Medien-Tipps zur kalten Jahreszeit

Frühling auf Eis gelegt – Kälte wie zuletzt 1986!
Der Winter kommt diese Woche so richtig in Fahrt und verwandelt Deutschland in einen Gefrierschrank. Besonders kalt wird es ab Mittwoch. Dann bleiben die Höchstwerte teilweise unter minus 10 Grad stecken. Regional wird es nicht mal wärmer als minus 15 oder 14 Grad. Nachts ist insgesamt flächendeckend mit sehr strengem Frost zwischen minus 10 und minus 20 Grad zu rechnen. Über Schnee rutschen die Temperaturen noch einen Tick tiefer. Dort kann es auf minus 25, am Erdboden sogar nahe minus 30 Grad gehen. Die „gefühlten Temperaturen“ sind besonders in der zweiten Wochenhälfte richtig eisig. Nach den neusten Berechnungen fühlen sich die Werte in Ostdeutschland stellenweise wie minus 35 Grad an. Wenn man sich dann nicht richtig anzieht, dann drohen schnell Erfrierungen.

(via sachsen-fernsehen.de)

Hallo Chemnitz, Faktotum der Provinzmedien, schult selbige, wie es ihnen gelingen kann die „gefühlte Temperatur“ als Kampfbegriff der Panik-Dienstleistung für die Leserschaft noch weiter sinken zu lassen:

1.) das eieieisige Winterwetter wird von Personen mit fiesen -25 Grad gefühlt, die morgens im Schlafanzug das Haus verlassen
2.) aus – 4 Grad werden gefühlte -40, wenn man mit Badehose und klatschnassen Haaren Moped fährt
3.) Personen, die in der Lage sind die Quersumme aus den Buchstaben von „Bibberwinter“ „Biber-Bettwäsche“ und „Busenbillard“ zu bilden, erhalten 36, setzen ein Minus davor und behaupten, sie hätten diese Temperatur gefühlt als sie die Sachsenfernsehenmeldung „Hund löst Streit und Schläge aus“ gelesen haben

„Chemnitz: Umbruch im Nachtleben“

Diskothek Starlight schließt – Betreiber der Musik-Kneipe Flower Power übernimmt – Stadtkeller soll bald wieder öffnen. Veränderungen (…) auch im Fuchsbau. Die Disko bleibt am 1. sowie am 8. Februar wegen Malerarbeiten geschlossen. „Wir schwenken im Inneren von bordeauxrot auf anthrazit um“.

Was? Welcher Keller ist nochmal der geschlossene? Wie? Bordeauxrot geschrieben, aber „Burdurot “ gesprochen? Hallo Chemnitz klärt über die „wichtigsten Umbrüche im Chemnitzer Nachtleben“ auf.

1. „Starligth“ wird zum „Stairways“
Betreiber Danny Szillat:

Die bereits im Flower-Power etablierten Reihen „Studenten-Karaoke“ sowie vor allem „No Lutscher Music!“ finden zukünftig in den Räumlichkeiten des „Starligth“ statt – Schwule werden demnächst auf 3 Floors geklatscht!

AMOK ALEX is back – vielen bekannt als DIE STIMME des „EINZIGEN Radiosenders der Welt“ Project 89.0- digital.
Lutscher hören was anderes!

2. Fuchsbau wird anthrazit gemalert

Nachdem Betreiber Olaf Walter bei der Gestaltung seines heimischen Hobbyraumes („Es gibt sogar ne Zapfanlage. Die müsste allerdings mal gereinigt werden“) festgestellt hat, dass terracotta und schwarz in der Wischtechnik angewendet „irgendwie so ein geiles Grau“ ergeben, dauerte es nicht weniger als ein Telefonat mit dem Freien Presse Leserobmann über den er mitteilen lies, dass nun auch in seiner Diskothek Fuchsbau „ im Inneren von bordeauxrot auf anthrazit umgeschwenkt“ wird.


Fuchsbau-Macher Lolalf Walter: „Innen siehts schon anthrazit aus“

Hallo Chemnitz´ Vorschlag für den Neujahrsvorsatz

Als Vorstand eines ostdeutschen Verkehrsbetriebes mal nen bissi Gel reinmachen!

(via freie-presse.de)