HC-Rückblick: Stasivorwurf, dingellingeling!

„Je taime, wer mit wem?“ hieß eine unfreiwillig komische Umsetzung dröger Kontaktanzeigen ins Audiovisuelle und war in den 90ern Versuch des Mitteldeutschen-Rundfunks rückkanalfähig zu sein. Präsentiert wurde dieses Format, bei dem der benachteiligte Ossi sich als Halbmensch der „Damen-“ bzw. „Herrenwelt“ vorstellte, von Frank Liehr. Der wurde 2001 überführt in der DDR „IM Heidi“ gewesen zu sein und musste daraufhin irgendwohin gehen (in den Westen bestimmt). Seine Kuppelshow aber, die ungeschickte Balz, die im Schnitt über eine halbe Millionen Zuschauer erreichte, punktete damals nicht nur bei uns: „So genial das Konzept von jetaime auch war, der Erfolg der Sendung stand und fiel doch mit den Kandidaten. Wer waren diese Menschen, die es allen widrigen Umständen zum Trotz, auf sich nahmen, im Fernsehen aufzutreten, nur um uns Zuschauer zu erfreuen? Wo Normalsterbliche zögern und sich zum Beispiel wegen ihrer Hässlichkeit, Langweiligkeit oder gar grammatikalischen Schwächen feige zurückhalten, machten diese Helden des Medienzeitalters aus derartigen scheinbaren Nöten Tugenden und kommen gross heraus. Ein absolutes Markenzeichen von jetaime waren die persönlichen Annoncen. Für erfahrene Fans gab es nichts Grösseres, als die all-time-classics eines jeden Vorstellungsmonologs andächtig mitzusprechen. Doch dann und wann passierte es, dass ein Kandidat seiner Fantasie freien Lauf lies und die Fachwelt mit einer völlig neuen Formulierung in Verzückung setzte. Diese Momente gehören nach wie vor zu den Sternstunden im Leben eine jeden jetaime-Fans. Da spielte es dann auch kaum eine Rolle, dass diese Originalität oft zu Lasten der etablierten Vorstellungen von Satzbau, Stil oder Zusammenhang ging. Ja im Gegenteil – häufig entstanden gerade dadurch unvergessliche Sinnsprüche von zeitloser Schönheit.“
So adelt der Jetaime-Fanclub „Die Treuesten der Treuen“ auf seiner honorigen Website die Sendung, die sie mit Eifer zeitgenössig begleitet haben. Was heute ein Archiv zum Kaputtlachen ist, wurde von den Machern 1999 bis 2001 als minutiöse „Analyse“ der Episoden betrieben (zum Archiv!). Danke :-* (vielleicht sieht man sich ja mal aufm amt)


8 Antworten auf „HC-Rückblick: Stasivorwurf, dingellingeling!“


  1. 1 berdido 01. Dezember 2011 um 12:12 Uhr

    das archiv ist der hammer…

  2. 2 Administrator 01. Dezember 2011 um 12:28 Uhr

    ja :(

  3. 3 schütten 16. Dezember 2011 um 18:27 Uhr

    archiv geht nich. scheisse. hat hc offline gesischert?
    infos bitte im meidamarkt vorn!

  4. 4 Administrator 16. Dezember 2011 um 18:42 Uhr

    das archiv geht. man muss, wenn es nicht lädt, geduld haben und mehrfach „f5″ drücken. langsam ist die seite, das stimmt.

  5. 5 schütten 16. Dezember 2011 um 20:19 Uhr

    ihr habts raus. Thumbs up!

  6. 6 Administrator 16. Dezember 2011 um 22:13 Uhr

    und? für wie geil befindest du es?

  7. 7 s 17. Dezember 2011 um 17:12 Uhr

    ziemlich geil.

  8. 8 aafingers (kritische masse) 17. Dezember 2011 um 22:29 Uhr

    zum heulen@“telefoninterview“

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


vier × = vier