Stadtzentrum: „Immer wieder neue Brösel da“

Investor Claus Kellnberger stoppt Versuch, Vögel einzufangen
Chemnitz. Claus Kellnberger hat das Umsiedlungsprojekt für Hunderte Tauben aus dem Johanniskarree vorerst abgebrochen. Auf Anfrage erklärte er die Bemühungen, die Tiere einzufangen, für gescheitert. Kellnberger, der in die Umgestaltung von Rawema-Gebäude und früherer Bundesbank sowie in einen Neubau eine zweistellige Millionensumme investiert und das frühere Sparkassengebäude gekauft hat, begründete dies mit einem Boykott durch Taubenfans: „Ständig haben Unbekannte Körner und Semmelbrösel vor die Fangvorrichtung gestreut und die Vögel damit weggelockt“, ärgert sich Kellnberger. Alle Versuche, Gegner des Umsiedlungsprojektes bei einer Fütteraktion anzutreffen, seien gescheitert, schimpft der Regensburger. „Oft haben wir nach dem Rechten geschaut und niemanden erwischt. Trotzdem waren immer wieder neue Brösel da.“

Dabei ist dem Großinvestor daran gelegen, dass die Tauben aus dem neu entstehenden Johanniskarree wegziehen. Vor allem das denkmalgeschützte Sparkassengebäude verschmutzten sie, berichtet er. Das Gebäude hat er gekauft, will Wohnungen und Geschäfte einrichten. Weil Taubendreck die Bausubstanz zerstöre, will er die Vögel einfangen und anderswo aussetzen lassen. Da aber die Balkone am Sparkassen-Gebäude zu wenig Platz für Fangvorrichtungen boten, hatte ein Schädlingsbekämpfer eine etwa zehn mal zehn Meter große Fläche in der Grünanlage am Johannisplatz abgeteilt, Planen aufgehängt und Fangkästen aufgestellt. Sein erklärtes Ziel: Möglichst alle Tauben einsammeln und in 50 Kilometer Entfernung aussetzen. Die Ausbeute waren drei Tauben. „Die Tiere wurden gefüttert und gingen nicht in unsere Fangvorrichtung“, sagt Kellnberger.

Jetzt sind die Planen wieder abgebaut, einige Tauben sind tatsächlich vom Johannisplatz weggezogen: Der Bauherr hat sie auf dem Rathaus gesehen: „Die Tauben sind gefährlich für das Kulturerbe“, warnt er. „Sie können erheblichen Schaden am Gebäude anrichten und mindestens Dachrinnen zerstören.“ Er bittet die Stadtverwaltung um Hilfe, um wenigstens die Fütterung zu verhindern. Schließlich ist das Futterverbot für wild lebende Tauben auch in der Polizeiverordnung festgeschrieben. Ordnungsbürgermeister Miko Runkel würde gerne helfen, wie er sagt. Von Kellnbergers Problem habe er aber bisher nichts gewusst: „Wir benötigen Hinweise, dann gehen wir gegen gezieltes Füttern vor.“

Der Investor selbst will nun zu altbewährten Mitteln greifen, um die Plagegeister zu vertreiben. „Wir lassen auf ihren Sitzplätzen auf dem Sparkassen-Giebel Dornen anbringen“, kündigte er an.

(via freiepresse.de)


28 Antworten auf „Stadtzentrum: „Immer wieder neue Brösel da““


  1. 1 sichtlich angetrunkener mann 08. Dezember 2010 um 14:22 Uhr

    Haha, gestern erst weiteres Futterhaus und Streufutter gekauft. Ihr habt keine Chance!

  2. 2 picasso (ikea) 08. Dezember 2010 um 16:34 Uhr

    meisenknödelsalve gegen das großkapital! verzieh dich aus unserer stadt kellnberger!

  3. 3 frank maibier 08. Dezember 2010 um 16:35 Uhr

    brösel? ist hier der brösel (erfinder von werner 1) gemeint? lg

  4. 4 lutz wienhold, grüna 08. Dezember 2010 um 16:56 Uhr

    lol

  5. 5 tauben befreier 08. Dezember 2010 um 17:30 Uhr

    ich kündige hier offiziel einen anschlag auf das auto von runkel an!
    vorbild: www.henke-heyen.de/Witze/scheiss_tauben.jpg

  6. 6 protokollant 08. Dezember 2010 um 17:46 Uhr

    @befreier

    nur dass runkel den schon vor 9jahren an seinen sohn (robert runkel) abgegeben hat. im handschuhfach: immer gut was zu rauchen.

  7. 7 scharm el scheich 08. Dezember 2010 um 18:09 Uhr

    Umsiedlungsprojekt Umsiedlungsprojekt Umsiedlungsprojekt

    erst die westbank und jetzt der ganze osten

    empört

    ses

  8. 8 ronny reissmüller 08. Dezember 2010 um 22:07 Uhr

    eventuell mal die feuerwehr rufen

  9. 9 mpunkt 08. Dezember 2010 um 22:32 Uhr

    geldscheisse?@ronny

  10. 10 ronny 08. Dezember 2010 um 22:33 Uhr

    haha, ja

    mich ärgert vielmehr, dass ich statt Sparkasse immer(noch) Spaßkasse lese

  11. 11 mpunkt 08. Dezember 2010 um 22:34 Uhr

    brösel?

  12. 12 kerst. derkow 08. Dezember 2010 um 22:35 Uhr

    hihihihi

    beinhart halt

  13. 13 dietc 09. Dezember 2010 um 18:35 Uhr

    re

  14. 14 Administrator 09. Dezember 2010 um 18:49 Uhr

    re

  15. 15 kerst. derkow 09. Dezember 2010 um 18:57 Uhr

    stanf?

  16. 16 Administrator 09. Dezember 2010 um 19:01 Uhr

    senf?

  17. 17 kerst. derkow 09. Dezember 2010 um 19:02 Uhr

    HA HA HA, da fällt mir vor lachen die pinkgefärbte kunsthaarsträhne vom schädel (nischel)

  18. 18 schütten 15. Dezember 2010 um 18:52 Uhr

    Miko Runkel …: „Wir benötigen Hinweise, dann gehen wir gegen gezieltes Füttern vor.“

    die gab es nun offensichtlich…

    „Randalierer zertrümmern Vogelhäuschen
    Tierfreund und Bastler Gerald Mende ist fassungslos über sinnlose Zerstörungswut

    Kappel – Wer kann etwas gegen Vogelhäuschen haben? Diese Frage stellt sich jetzt Gerald Mende und findet keine Antwort. Denn Unbekannte haben in den vergangenen Tagen drei von sieben Nistkästen zerstört, die der Tierfreund und Bastler im Bereich einer Hundewiese an der Straße Usti nad Labem an Bäumen befestigt hatte.

    „Ich mag Vögel und wollte Staren und Meisen jetzt im Winter einen Unterschlupf bieten, wo sie Futter finden“, erklärt der Rentner. Denn er hofft, dass sich die Vögel mit der Behausung anfreunden und im Frühling darin Nester bauen und Eier ausbrüten. Im Herbst hatte er deshalb in seiner Garage mehr als 20 Nistkästen aus Holz zusammengezimmert und an der Hundewiese unter seinem Fenster sowie in der Kleingartenanlage „Reichsbahn-Wohlfahrt“ in Hilbersdorf, wo er Mitglied ist, verteilt. „Von Beruf bin ich zwar Bauschlosser, aber der Umgang mit Holz ist mein Hobby“, erklärt der 65-Jährige. Für die Gartensparte hat er auch schon lustige Figuren geschnitzt, die fast lebensgroß sind und Kleingärtner ebenso wie Passanten erfreuen. In seinem Wohngebiet in Kappel greift er im Herbst auch mal zum Laubbesen, um mit für Sauberkeit zu sorgen. Als Beitrag zu einem schöneren Umfeld hatte er auch die Vogelhäuschen gedacht, die er regelmäßig reinigt und mit Futter bestückt.

    Doch drei davon – zwei Starenkästen und ein Meisenhäuschen – sind jetzt, vermutlich nachts, Opfer von Randalierern geworden. „Es müssen mehrere gewesen sein, die sich gegenseitig hoch geholfen haben“, sagt Mende fassungslos. Denn er habe die Nistkästen vorsorglich von einer Leiter aus befestigt, damit sie nicht im Stehen mit der Hand zu erreichen sind. „Wer lässt bloß seinen Frust an Vogelhäuschen ab?“, fragt er sich. Entmutigen lassen will er sich aber nicht: „Ich baue neue“, so der Tierfreund und Bastler. (mib)

    Bildtext:
    Gerald Mende mit einem zerstörten Vogelhäuschen. – Foto: Andreas Truxa

    Publikation Freie Presse
    Lokalausgabe Chemnitzer Zeitung
    Erscheinungstag Mittwoch, den 15. Dezember 2010
    Seite 10″

    Ist das noch eine Anzeige gegen unbekannt?
    Wenigstens wird weiter gefüttert. Bei Praktiker gibts noch Körner!

  19. 19 Ernst Atze Voll 15. Dezember 2010 um 21:36 Uhr

    „Reichsbahn-Wohlfahrt“: Contradictio in adiecto.

    @frank maibier: Wie kommt man auf die Idee, sich hier als Frank Maibier auszugeben?

  20. 20 Administrator 15. Dezember 2010 um 23:03 Uhr

    @ernst voll

    da würden wir gern für fran maibier sprechen: einfach so, du spasti

    @schütten: hihi. zum lachen gemacht

  21. 21 Ernst Atze Voll 17. Dezember 2010 um 0:55 Uhr

    @Administrator:

    Ich hau dir auf die Fresse du internetaffine WLAN-Sau!

  22. 22 schütten 17. Dezember 2010 um 13:36 Uhr

    @EAV: don`t feed the troll ;)

  23. 23 Administrator 17. Dezember 2010 um 13:39 Uhr

    hahahha ja

  24. 24 Ernst A. Voll 18. Dezember 2010 um 13:47 Uhr

    dd if=/dev/urandom of=alles_hier

    Guten Appetit. :D

  25. 25 ratten 02. März 2011 um 11:40 Uhr

    ps: heute schon gefüttert?

  26. 26 Administrator 02. März 2011 um 12:56 Uhr

    nee, aber ne knoblauchknacker das klo runtergespült

    http://www.gutefrage.net/frage/darf-man-essensreste-in-der-toilette-runterspuelen

  1. 1 Liebe Not mit dem Taubenkot! « Hallo Zwickau! Pingback am 18. Januar 2011 um 16:42 Uhr
  2. 2 Werner kellnberger | Wishka Pingback am 27. Oktober 2011 um 9:25 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sieben − = zwei