Nach Pokalschlager: Bürokratieabbau bei den Ultras Chemnitz 99

Nachdem Teile des Chemnitzer Fussballpublikums das Wochenende mit dem Überfall auf das alternative Wohnprojekt Reba84 im Rahmen einer Wehrsportübung hatten ausklingen lassen, sollte dies gleichzeitig der Startschuss/ Messerstich sein, sich selbst auch organisationsstrukturell zu verschlanken: Wider dem technokratischen Filz der BRD, für mehr direkte Aktionen. Selbstreferenziell („joa is de hoid schu weihnachten?“) und bedeutungsschwer teilt man mit:

Im Sommer beschlossen die führenden Köpfe der jeweiligen Ultra-Gruppen die Auflösung der Brigade Süd. Doch keine Angst, man ist nicht untereinander zerstritten, eher liegt es daran, das man nach 3 Jahren Brigade Süd feststellen musste, dass diese Übergruppe im Endeffekt keinen wirklichen Nutzen hat und alle Dinge, die man in den letzten Jahren veranstaltete auch ohne BS möglich gewesen wären. Die Zusammenarbeit der Gruppen wird natürlich weiterhin bestehen bleiben – nur eben ohne Brigade Süd. Das heißt unter anderem auch, das vorm Block 6 ab heute wieder die Fahne der Ultras Chemnitz hängen wird, daneben wie gewohnt die Fahnen der anderen Gruppen. Das heißt aber eben auch, das wir die Bürde auf uns nehmen und mehr Verantwortung für die Kurve auf unseren Schultern tragen. Trotz allem gehen wir natürlich weiterhin von einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen der Südkurve aus […]

Das erregt natürlich Gemüter und so diskutieren die Chemnitzer Fussballfans darüber, ob das kollektive Skandieren von „Ostdeutschland ist Naziland!“ eine politische Äußerung darstellt und somit nicht ins Stadion, als vielmehr auf die Straße gehöre, wie etwa von Oberultra Ronny Licht gefordert.


2 Antworten auf „Nach Pokalschlager: Bürokratieabbau bei den Ultras Chemnitz 99“


  1. 1 Ultra RBL 22. August 2010 um 14:41 Uhr

    HAHA, haben wir schon gewußt!

  2. 2 schlaufuchs 31. August 2010 um 23:51 Uhr

    kann man sich ja nicht antun diese diskussionen da :D wat für ronnies…

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