Hallo Chemnitz: FP rudert zurück

Nachdem wir gestern den dreist-zynischen Umgang eines Freie Presse-Redakteurs mit seiner Spitzelvergangen dokumentierten, rudert das Blatt heute mit einem Kniefall vor dem Grundgesetz zurück:

Bankgeheimnis, Postgeheimnis und andere Diskretionsvorkehrungen haben ihre Berechtigung. Trotzdem erfährt man manchmal Dinge, die man gar nicht wissen wollte. So gestern Vormittag. Zwei Frauen sitzen auf einer Bank an der Stadthalle. Dass ich mich neben sie setze, nehmen sie nicht wahr, so vertieft sind sie in ihr Gespräch, das sie ungeachtet ihrer Banknachbarn lautstark führen. Keine Sorge, meine Damen, ich behalte es für mich, dass der Lottogewinn schon wenige Tage nach der Ziehung auf dem Konto eingegangen war. (GP) (Freie Presse 21. Julo 2010)

Freilich entlarvt sich dieses Bekenntnis zur FDGO unmittelbar als instrumentelle Heuchelei. Wer die Verfassung wirklich liebt, postuliert nicht einfach nur ihre Berechtigung, sondern weiss ihren Inhalt, in Anbetracht der inneren Feinde unserer Demokratie, stets zu relativieren. In diesem Sinne fordern wir die Freie Presse auf, die erlangten Informationen über die finanziellen Machenschaften besagter Damen dem nächsten Finanzamt zu melden; andernfalls stellt Hallo Chemnitz stellvertretend Anzeige gegen Unbekannt. (machen wir wirklich!)


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