„Gruppe Jugendlicher“ bekennt sich zu Terrorakt

Der Anschlag auf den Otto-Teich in Altendorf (Hallo Chemnitz berichtete) war offenbar eine Vergeltungsaktion für den Unwillen der Stadt, besagten Tümpel entschlammen zu lassen. „Das kleine Gewässer werde jetzt sich selbst überlassen. Das heißt: Die zahlreichen Fische würden nicht entnommen, der Teich nicht entschlammt. Auch gegen die vielen Algen werde man nichts unternehmen“, lässt die Stadtverwaltung durch ihre Schergin Herma Heinze verkünden. Davon, dass der Stadtumbau in Chemnitz ohne Randale über die Bühne geht, wie sich Oberbürgermeisterin Frauke Ludowig jüngst bei einer Podiumsdikussion ausdrückte, kann nun offenbar keine rede mehr sein.
Unterdessen bekannte sich tatsächlich eine „Gruppe Jugendlicher“ (GJ) zu dem Terrorakt. Laut Staatsschützer Eckerhardt Jesse sei die GJ der militärische Arm des Jugendforum Chemnitz und versuche diesem mittels bestialiascher Methoden (Hinrichtung von Enten, Herausgabe von Partymagazinen, Wahlen von Campusgirls and -boys) Einfluss zu verschaffen.

Altendorf. Mitarbeiter des Grünflächenamtes sind gestern Morgen ausgerückt, um die Schäden am Otto-Teich zu beseitigen. So wurden nach Auskunft von Amtsleiterin Herma Heinze annähernd 50 Bierflaschen aus dem Gewässer geholt, außerdem Holz und die zerstörte Bank. Ob die Sitzgelegenheit ersetzt wird, werde geprüft. Die toten Enten, die eine Anwohnerin entdeckt haben will, seien von den Stadt-Mitarbeitern jedoch nicht gesichtet worden. Als Eigentümerin des Teiches habe die Stadt zudem die Vandalismus-Schäden bei der Polizei angezeigt.
Zerstörungen, wie die am Otto-Teich, seien allerdings keine Seltenheit, erklärte Herma Heinze. Immer wieder seien städtische Teiche Ziel mutwilliger Beschädigung. Insgesamt entstünden der Stadt Chemnitz jährlich durch Vandalismus im gesamten Stadtgebiet etwa 200.000 Euro Schaden, sagt Heinze. Das Ärgerliche daran: Was die Verwaltung mit Steuergeld aufbaue, werde durch Bürger der Stadt wieder zerstört. Sie wünsche sich manchmal mehr Selbst- und Mithilfe durch die Chemnitzer.
Der Aussage, der Otto-Teich würde demnächst entschlammt, tritt Herma Heinze energisch entgegen. Mit der betreffenden Anwohnerin habe sie nicht gesprochen, dies demzufolge auch nicht zugesagt. „Der Teich ist erst vor kurzem komplett saniert und gestaltet worden“, erinnerte die Amtsleiterin. Etwa 100.000 Euro hatte die Stadt in das Vorhaben von Oktober 2003 bis April 2004 investiert. Das kleine Gewässer werde jetzt sich selbst überlassen. Das heißt: Die zahlreichen Fische – nach Aussage eines Anwohners seien ausgesetzte Goldfische und Koi-Karpfen und deren Nachkommen darunter – würden nicht entnommen, der Teich nicht entschlammt. Auch gegen die vielen Algen werde man nichts unternehmen. Deren kräftiges Anwachsen sei nach Auskunft der Grünflächenamtsleiterin auch eine Folge der hohen Temperaturen: „Aber wir können nicht alles reparieren, was die Hitze auslöst.“
Das Grünflächenamt musste gestern am Otto-Teich im Flemminggebiet tätig werden, weil dort am Wochenende Schäden von Vandalismus entdeckt worden waren. Eine Spaziergängerin hatte Bierflaschen, Holzlatten von einem zerstörten Geländer, Müll und eine Sitzbank im Wasser entdeckt. Für die Verschmutzung und die Zerstörung sind nach Meinung mehrerer Anwohner Jugendliche verantwortlich, die sich am Wochenende unterhalb der Flemming-Grundschule getroffen und bis spät in die Nacht gelärmt hatten, wie „Freie Presse“ berichtet wurde. Anwohner haben bis gestern keine Anzeige bei der Polizei erstattet, sagte Thomas Knabe von der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Lediglich vom Mai dieses Jahres liege eine Anzeige wegen eines ähnlichen Vorfalls am Otto-Teich vor.

(Freie Presse, Ortszeit)


4 Antworten auf „„Gruppe Jugendlicher“ bekennt sich zu Terrorakt“


  1. 1 melonenvogel 21. Juli 2010 um 22:52 Uhr

    sehr großes lol

  2. 2 Alter Sack 22. Juli 2010 um 16:48 Uhr

    Na und, bald marschiert die Jugend sogar unterm Licherdom!

  3. 3 sirus 07. September 2010 um 14:53 Uhr

    bin ja gespannt wie sich die sache entwickelt!

    man sollte die sache schon ernst nehmen, ich sag nur frankreich…

    und wenn es mal dein auto ist oder dein eigentum dann ist die sache bestimmt nicht mehr so lustig oder???

  4. 4 PITA 07. September 2010 um 19:55 Uhr

    Ich wohne in dem Viertel und diesen Gestalten gehört einfach mal ne richtige aufs Maul, damit die wieder richtig klar laufen!!! Aktion
    ALDENDORF-BLEIBT-SAUBER

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