„Jugendliche“ in Altendorf: Anwohner „sind erschüttert“

Hallo Chemnitz ruft zur Spontandemo auf: Dienstag, 18.00 Uhr am Otto-Teich (Zwee Fohn mitbringen!)

Altendorf. Holzlatten, Dutzende Bier- und Weinflaschen, Plastikbecher und ein kleines Bierfass treiben derzeit im Otto-Teich. Sogar eine Bank liegt mit demolierter Rückenlehne im Wasser. Dort, wo sie herausgerissen wurde, fehlen ein paar Pflastersteine im Gehweg. Von dem Geländer, das, in seine Einzelteile zerlegt, ebenfalls im Teich schwimmt, zeugen nur noch die Metallverankerungen an der kleinen Treppe, die zum Weg entlang dem Sportplatz der Flemming-Grundschule führt.
„Wir sind erschüttert, vollkommen von den Socken“, sagt Christa Meiner. Sie habe die Verwüstungen am späten Sonntagnachmittag bemerkt, berichtet die 69-jährige Altendorferin. Für sie steht fest, dass dies das Werk der Jugendlichen gewesen sein muss, die sich am Wochenende dort getroffen haben. Auf deren Konto gehen ihrer Meinung nach auch drei tote Enten, die sie am Sonntag entdeckt hat. Dass Enten getötet wurden, haben gestern aber weder Stadtverwaltung, noch Polizei oder andere Anwohner bestätigt.
Ein 71-Jähriger, der gegenüber vom Otto-Teich wohnt, jedoch nicht namentlich genannt werden möchte, beschuldigt ebenfalls Jugendliche der Zerstörung. Von Freitag bis Sonntag hätten sie sich am Teichufer unterhalb der Schule getroffen, nachts gelärmt und sich später lautstark verabschiedet. Bevor sie am Sonntag abgezogen seien, hätten sie das Geländer abgerissen, die Bank zerstört und alles mitsamt ihrem Müll in den Teich geworfen. Die Polizei anzurufen, habe er sich aber geschenkt. „Vor ein paar Jahren hatten wir hier schon einmal Probleme mit Jugendlichen. Ich habe die Polizei benachrichtigt. Erst nach 40 Minuten ist die gekommen. Da waren die Jugendlichen längst weg“, berichtet der Anwohner. Aber auch andere Altendorfer haben die Polizei nicht verständigt. Bis gestern sei jedenfalls keine Anzeige eingegangen, sagt Sprecher Thomas Knabe auf Anfrage.
Das Grünflächenamt der Stadt hingegen sei über die Vorgänge informiert, sagt Christa Meiner. Sie habe gestern mit Amtsleiterin Herma Heinze gesprochen und von ihr die Zusage bekommen, dass der Schaden schnell beseitigt werden soll. Außerdem stünde wieder einmal eine Entschlammung des Otto-Teichs an, berichtet die Anwohnerin weiter von ihrem Telefonat mit dem Grünflächenamt. Einen Termin habe die Amtsleiterin jedoch nicht genannt. Eine Bestätigung für diese Aussagen sowie für das Ausmaß der Zerstörung am Otto-Teich hat die „Freie Presse“ gestern nicht bekommen.

(Freie Presse 20. „Julei“ 2010)


5 Antworten auf „„Jugendliche“ in Altendorf: Anwohner „sind erschüttert““


  1. 1 karbelgirl 21. Juli 2010 um 1:15 Uhr

    ha! das war unsere erste aktion gegen die überalterung da hausen!

  2. 2 ??? 21. Juli 2010 um 12:51 Uhr

    soll der Kommentar über mir etwa den „politischen Hintergrund“ der Aktion beweisen? pfff…

  3. 3 Administrator 21. Juli 2010 um 12:56 Uhr

    @???: auch wir können anhand der IP-adresse keine persönlichkeitsprofile oder etwaige motivabsichten erstellen.

    liebe grüße,
    das team von hallo chemnitz

  4. 4 die Manu 29. Juli 2010 um 21:05 Uhr

    Wir sollten neben einer stärkeren Verankerung von Kinderrechten auch darüber nachdenken, gleiches für Jugendliche zu fordern!

  1. 1 „Gruppe Jugendlicher“ bekennt sich zu Terrorakt « Hallo Chemnitz! Pingback am 21. Juli 2010 um 11:40 Uhr

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