„Chemnitz: Exhibitionist am Sechsruthenwald“

Ausgerechnet zur WM: Brummifahrer rast Chemnitzer Stadion tot

Schwerlaster mit Teilen für neues CFC-Stadion umgekippt (klick!)

Chemnitz. Ein mit einem 30 Tonnen schweren Betonteil beladener Schwerlasttransporter ist am Mittwochnachmittag auf der B 173 verunglückt. Das 15 Meter lange Betonteil sollte nach Chemnitz auf die Baustelle gebracht, auf der gegenwärtig das neue Stadion für den Chemnitzer FC entsteht. Den Schaden, der bei dem Unfall entstand, konnten zunächst weder Polizei noch Firmenchef Heiko Schulzki beziffern

(via freiepresse.de)

YELP YELP YELP statt TATÜ TATA: Hier hören Sie die neue Sirene der sächsischen Polizei

Sollten Sie künftig auf unseren Straßen das Gefühl haben, in New York oder Los Angeles unterwegs zu sein, halten Sie besser an. Sachsens Polizei stoppt Raser und Verkehrssünder jetzt nämlich mit dem amerikanischen Sondersignal „Yelp“.

Schauen Sie mal, wie es sich zukünftig anhört, wenn Sie nach 40 „kleinen Radler“ von der Polizei gestoppt werden.

(via bild.de)

SMAC eröffnet- DAS müssen Sie jetzt wissen!

Rückwärtsgewandt, zugleich zukunftsorientiert“ – wie die Chemnitzer Eingeborenen also, so sollte es sein – das Sächsische Museum für Archälogie.
Das von der Museumsdirektorin ausgegebene Motto, hat sich offenbar bereits am Eröffnungstag bezahlt gemacht: MEGA-ANSTURM. Hundertfünfzigtausend Besucher am ersten Tag. Der Mob hat Bock.

Hallo-Chemnitz erklärt die Regeln unseres schönsten Museums

Ist die Jahreskarte auf die Freibäder Bernsdorf und Gablenz übertragbar?

Nein.

Kann ich vom Fenster aus meine und die Wohnung der Enkel sehen?

Das kommt ganz drauf an.

Wird bei der Vollstreckung der „Hausordnung“ auch gebohnert?

Nein, denn die Hausordnung ist hier als eine Sammlung privatrechtlicher Vorschriften, die für die Benutzung jedweder Gebäude erlassen werden kann, verstanden.

Darf ich im Themenbereich „Frühgeschichte“ mitgebrachte Speisen verzehren?

Nein, der Verzehr mitgebrachter Speisen ist generell nicht gestattet. Im Sonderausstellungsbereich „Kost-The-Ost“ hält unser nichtwissenschaftliches Personal mit „Beffstecks“ oder „Karlsbader Schnitten“ einen kleinen Imbiss für Sie vor.

Mein Monitor ist mit einem VGA-Kabel am Computer angeschlossen. Beim „surfen“ der Website „sachsen-fernsehen.de“ zeigt er ARTEFAKTE. Sind sie am Ankauf solcher interessiert?

Bitte sehen Sie davon ab, uns Artefakte zu übersenden.

Darf mein Mann in Jeans „rein“?

Selbstverständlich. Hätten Sie´s gewusst: Troja-Entdecker Heinrich Schliemann trug bei seinen Grabungen stets eine pfiffige Denim-Jeans, stone-washed natürlich!

Darf ich „Otto, den Frühgeschichtlichen“ mit Blitz ablichten?

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte unserer Objekte ist das Fotografieren generell nicht gestattet.
Verpassen Sie es jedoch nicht, sich für 25 „Frühzeitdollar“ (Umrechnungskurs erfragen Sie am Einlass) von uns fotografisch in Szene setzen zu lassen. Auf ihren Wunsch, schlüpfen Sie in ihrem „persönlichen Fotoroman“ in die Rolle von „Arschi“, einem grabefreudigen Archäologen.

HC-Wahlcheck o14: Volkssolidarität

Volkssolidarität!? *zusammenzuck*
Doch Figuren wie Sandro Schmalfuß nehmen dem Begriff in der Kommunalwahl den Schrecken.

„An Chemnitz interessiert“ – Understatement statt Rassenkunde! Rhombusbrille statt Eintopfsonntag!

Hallo-Chemnitz unterstützt Schmalfuß´ Kandidatur mit vier Vorschlägen für Stadtteilvarianten seiner Claims:

· Reichenhain:

an den Kultkartenspielen „Doppelkopf“ und „32, heb auf!“ interessiert

· Zentrum u. Röhrsdorf:

am Bezahlmodell „3 kaufen, 1 zahlen“ interessiert

· Kaßberg:

an Tiefkühlpizzen, außer Thunfisch (Allergie), interessiert

· Gesamter Innenstadtbereich:

an Sich-Ohne-Hose-Fotografieren interessiert

Schraube locker am Muttertag

Sie ist jeden Tag im Jahr, jede Minute am Tag und einfach jeden Augenblick für uns da – Unsere Mutti!

Sie hört zu, gibt Trost und ist für jeden Spaß zu haben.

Anlässlich des diesjährigen Muttertags haben sich Chemnitzerinnen und Chemnitzer gemeinsam mit SACHSEN FERNSEHEN und dem Gartenfachmarkt Richter bei ihren Muttis bedankt.

Eine alljährlich stattfindende Dreigeschlechtigkeits-Manifestation – Mann, Frau, „Mutti“ – das ist er, unser Muttertag.

Für diesen ärgerlichen Mist, der Mensch zu Mutter macht, die durch Verleugnung ihrer Individualitätsresiduen für die Familienbande den Anschein erweckt, „für jeden Spass zu haben“ zu sein, zeichnet sich nicht nur die Tochter, sondern seit ehedem auch die vierte Instanz, das Lokalfernsehen, verantwortlich.

Wie diese Einübungen zur ewigen Mutti ablaufen, wird in diesem Clip gezeigt.

(via sachsen-fernsehen.de)

HC-Wahlcheck o14: CDU

Hurra, Hurra, die Kommunalwahl sie ist da!

Hallo-Chemnitz begleitet Spitzenkandidaten aller Wahlkreise bei ihrer sympathischen Menschenfischerei, dokumentiert und bewertet hier, welche Figur sie dabei abgeben.

Heute unterm Brennglas: Die Top-Kandidaten der Chemnitzer Christdemokraten.

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„Boss schlägt Burberry“: Verkehrt sich dieses Ereignis, das 1984 Auslöser des britischen Bergarbeiterstreik war, 30 Jahre später in Farce oder Gegenteil? Opa Heinz vom Team Arbeitnehmer sah sich beim Maifrühschoppen mit Burberryträger Dierks jedenfalls einem echten politischen „Schwergesicht“ gegenüber.

Hallo-Chemnitz meint: Das Eins-Zu-Eins suchen! Das macht Dierks hier eindrucksvoll. Unfair aber: Dem Alten tut die Hose rutschen. 5 von 10 Patrizierpunkten.

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Wolfgang Höhnel bedankt sich bei Stadtratskandidat Schramm für die üppige Spende. 2011 war sein Insektenhotel durch das Jahrhunderthochwasser abgesoffen. Es ist das Verdienst von Leuten wie Schramm, dass insektoide Nützlinge aus ganz Deutschland – Gallmücken, Ohrwürmer oder Scheisshausfliegen – zwanzigvierzehn wieder in Höhnels Hotel einchecken können.

Hallo-Chemnitz meint: Urlaub machen muss man schon. 9 von 10 Sternen.

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Tuuut Tuuut: Alexander Dierks, Vorsitzender der Jungen Union Niederschlesien, Herr Sack, Schlafwagenschaffner bei der Chemnitzer Kindereisenbahn, und „Klaus“, das Arbeitgeberverbandmaskottchen, bekennen sich im Wahlkampf zu ihrer Ménage-à-trois.

Hallo-Chemnitz meint: 7 Fässer Wein können an der Bahnsteigkante gefährlich sein. Das mit dem Dreier finden wir dagegen stark. 10-7+3 Punkte.
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Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse: MdL Frank Heinreich und Alexander Dierks (links, mit lustiger Eddie-Murphy-Brille) holen Parteifreund und Spätaussiedler Adolf Braun aus Deutsch-Wehrwolf-Stadt, dem heutigen Nemec-Wegnehmenskłi, ab. Ihr gemeinsames Ziel: Der große Karnevalsumzug in Chemnitz Klaffenbach. Ahuuuuuuu.

Hallo-Chemnitz meint: Dank Adolf Braun größtmöglicher Ostbezug (bis nach Kasachstan rein), contra: das mit der Brille ist rassistisch.
In Absprache mit Braun werden 9 von 10 Benesch-Dekrete zurückgenommen. Am Ende macht das dann leider aber nur ein Vertriebendenkmal aus Katzengold im Conti-Loch und magere zwei Prozent im Wahlkreis 6.

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Spritzen für ein sicheres und sauberes Chemnitz – Penner aus den Schächten kärchern!

Hallo-Chemnitz meint: Solider Claim. Starke Abzüge gibt´s für das unerlaubte Mitschleifen der Bundeswehrlatschen aus dem Grundwehrdienst. Schade, Herr Heinrich. 1 von 10.

Dos and Don‘ts am Chemnitzer Friedenstag

Nazis „missbrauchen“ das würdevolle Gedenken an die Zerstörung Chemnitz´ vor 69 Jahren mit einem Demonstrationszug durch die „Innenstadt“ – welche Rolle sollte ich dabei spielen?

Was ich tun sollte:

• ein Zeichen setzen (z.B. Deppenapostroph im Demoaufruf oder einen accent aigu über das „e“ bei Stefan)

• mich laut, entschlossen, vor allem aber sehr friedlich verhalten

• mein Kind ein Bild malen lassen, auf dem sich alle Rassen friedlich an den Händen halten

• zum Nachdenken anregen

• sicherheitshalber erstmal vor der eigenen Haustür kehren

• auf der Gegendemo reißerische Tweets absetzen #5maerz

• meine Anonymous-Maske spätestens dann wieder absetzen, wenn ich von meinem Vati oder einem Bullen dazu aufgefordert werde

• es bei der Kranzniederlegung am „Mahnmal der Opfer des 5. März“ nicht versäumen, auch „vom Unrechtsstaat DDR“ zu sprechen

Was ich nicht tun sollte:

• „Wer ist hier eigentlich wer“ fragen?

Freie Presse zum Thema lesen

• auf Typen wie Michael Leutert oder die Bullen hören

• Gesicht zeigen, wenn ich hässlich ist

• den richtigen Tatort wieder nach Chemnitz holen

•verbittert Hass auf die degoutanten Figuren der Friedenbewegung schieben

In eigener Sache: Hallo-Chemnitz prellt versehentlich Katzenopa

Am Montag hatte Hallo-Chemnitz in einer Internetkommentarspalte (gesehen von 21, gemocht von 5) gemeldet, der Chemnitzer Basketballklub „ChemCats“ habe seinen Trainer mit sofortiger Wirkung vom Anmaunzen und Prellen-Beaufsichtigen suspendiert. Als Grund wurde dereinst genannt, der Vereinsvorstand habe geahndet, dass der 34 Jahre alte Katzenopa im Rahmen der „Biernominierung“ einem „deutschen arschlosen Freund“ gedankt hat.

Ein Screening des lokalen Blätterwaldes brachte uns drauf: Wir haben einen Fehler gemacht.
Zur eigentlichen Ursache des Rauswurfs erklären wir daher im Rekurs auf unsere Onlineausgabe (sachsenfernsehen.de) heute: „ChemCats-Trainer holte Freundin in die Mannschaft – Rauswurf!

Hallo-Chemnitz stellt richtig, dass es tatsächlich (und ausgerechnet) das Baggern war, das dem Trainer den Job kostete.

Zapfenstreich nach Bier-Wirbel: Warum beim CFC jetzt alle gehen müssen

Der vorzeitig abgesoffene Chemnitzer FC (HC berichtete) kommt einfach nicht zur Ruhe.

Chemnitz. Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat U19-Nationalspieler Christian Mauersberger aus disziplinarischen Gründen auf unbestimmte Zeit aus seinem Kader gestrichen. Das entschied der Vereinsvorstand am Sonntag. Damit ahndete das Gremium, dass der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler bei Facebookim Rahmen der „Biernominierung“ einem „deutschen arischen Freund“ gedankt hat.

Suspendierung nach Bier-Wirbel nur Retourbierdusche?

Wie jetzt bekannt wurde, hat der geschasste Mauersberger bereits im Spätsommer letztens Jahres seine „deutschen arischen Freunde“, CFC-Sportchef Emmerich, Spielertrainer Schädlich und Vereinschef Hänel im Rahmen einer ersten „Biernominierung“ unter Druck gesetzt. Damals wollte jedoch nur Schädlich kippen – wurde daraufhin von der Mannschaft gestürzt.
Die Herren Vorstand nippten kurz, kamen der Nominierung scheinbar nach. Nicht nur eigentlich ein klarer Regelbruch!

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Die CFC-Entscheidungsträger beim großen Biernominierungs-Schwindel

Hallo-Chemnitz fordert daher: Freiheit für „Mau“ („als bekennender Christ distanziere ich mich eindeutig von jeglichem extremistischen und rassistischen Gedankengut“) und „Alkohol-Sturz“-Kegel („ich hab´ Scheiße gebaut“) sowie eine konsequente Entstalinisierung der Bier-Bolschewisten um Boss Hänel und Sportchef Emmerich!

(via freiepresse.de & sachsenfernsehen.de)

CFC-Krise: Was jetzt noch helfen tut

Ein mageres Pünktchen aus vier Ligaspielen. Null zu neun Tore. Platz 18 in der Tabelle. Und außerdem: Rassismus-Rummel; erst eine Biernominierung im Jahr 2014! Das gibts nur beim Chemnitzer Fussballtlupp.

Schwere Zeiten also für jede Pfeife, die dem einstigen Aufstiegsaspiranten qua Amt auch heute noch die Daumen halten muss.

Hallo-Chemnitz verrät, was dem CFC jetzt noch hilft:

• ein echter Schleifer wie Leuschels Vati, Felix Magath oder Stalin.
• enger zusammenrücken (no homo).
• Vorstand raus, Ball rein.
• Stadionverbot für die erste Mannschaft.
• Fusion mit Bezirksligakrösus Rapid Kappel (Abteilung Tischtennis).
• Umstellen des Spielsystems auf die Vorwahl 0-3-7-1.
• Grünes Licht für Investments eines großen Lebertran-Abfüllers aus Sachsen-Anhalt.


Alles (z.B. Jogginghose mit Frakturschrift) für den CFC!

Hurra, der Frühling* ist da**!

Frühling mit Einschränkung.

Zu Beton und Erde, die Sonne fühlt sich vor.
Im Lokalfunk brüllt´s begeistert: „Sommer hammor, norr?“
Nur Zweifler nehm´s hier noch genau.
Man liest´s doch ab im Wagen: „Zehn Grad, tatsächlich. Wow!“
Der Hut der hat zwei Ecken, zwei Beene hat die Frau.
Die geht oben ohne, der Mann geht untenrum –
allein mit kurzem Höschen.
Niemand schlägt Alarm.
Dann auf dem Weg zur Arbeit, erfriert es, das Mimöschen.
Der Zweifler hält das Recht.
Triumphierend spricht er aus zum toten Knecht:
Warm macht´s uns im Februar nur der Kabelbrand.

kabelbrand
Diese drei Gleichen irren: Statt blauem Band, nur Kabelbrand.

Außenseiter Spitzenreiter: Acht neugierige Fragen an ein Erfolgsformat

„Bei wem wohnt der Osterhase?“, „Wer hat eine Tierwaschanlage?“ oder „Wem gelang die Flucht aus der BRD?“. Naseweis-Fragen, die der „Kundendienst für Neugierige“ des DDR-Unterhaltungsfernsehens jahrelang für zu stellen notwendig und fürs Amüsement geeignet hielt.
Die Sendung „Außenseiter Spitzenreiter“ führte dem Zuschauer von 1972 bis zur „Wende“ Personen vor, die, ausgezehrt von Tauschökonomie und getrieben allein durch den sehnsuchtsvollen Wunsch nach Urlaub außerhalb Sachsens, „pfiffig“, das heißt erfinderisch geworden sind.
Die ästhetische Vereinbarung zwischen Hans-Joachim Wolfram als Moderator und dem Zuschauer als Zuschauer, „Außenseiter“ nicht als sektiererische Eigenbrötler außerhalb des Kollektivs, sondern als ideellen, innovierenden, eben: spitzenreitenden Gesamtostler, zu begreifen, ging auf. Die DDR-Entscheidungsträgers in Igelit nahmen an Inhalt und Form der Sendereihe keinen Anstoß.
Und so hatten Treuhänder ungewöhnlicher Hobbys und Halter kurioser Rekorde in den vergnüglichen Kurzbeiträgen der Sendung 18 Jahre lang die Möglichkeit, einmal im Monat zonenweit herumzuzeigen, was sie im Stande waren aus Sperrholz zusammenzusägen oder sich und ihrem Tier als Kleinstkunststücke einzuüben.
Um nach der Wende der Rückkanalfähigkeit privater Erfolgsformate wie „Hugo“ oder dem „Sat1-Superball“ mithalten zu können, übernahm der MDR nicht nur das Format und Hans-Joachim Wolfram sondern auch die obligatorische Bitte an die Zuschauer, Fragen aufzutun und einzusenden, die das Zeug haben, in den nächsten Folgen für heitere Stimmung zu sorgen.
Dem neuen Intendanten des Ostkanals war Wolfram zwischenzeitlich jedoch phänotypisch zu stark der greise FKK-Nudist auf Strandbadkur. In seinem staubigen Moderationsstil erkannte der Fernsehdirektor zu Wolframs Nachteil stets den unangenehm akribischen Stasi-Schnüffler – 2011 musste der fast 80 Jährige seinen Hut nehmen.


Zu wenig Proporz-Journalismus: Hans-Joachim Wolfram als freier Mann in seinem Hobbykeller.

In seiner Nachfolge mimte eine Typenvertreterin der dampfplaudernden Nassforscherin in Röhrenjeans die an Kleinsterfindungungen und Kuriosem interessierte Agentin. Zu allem Überfluss sind die Wolfram-Überlebten heute weniger findige Bastler und Sammler (denn: Tierwaschanlagen gibt’s in jedem Gewerbegebiet) als vielmehr substanzlose Selbstdarsteller („Ich hab ein Wellenbad im Garten“).

Man erkennt: Um dem Format den Charme zurückzuholen, bedarf es zuerst der richtigen Fragen!
Hallo-Chemnitz hat sie gestellt und eingeschickt:

• Gibt es in Chemnitz Hilbersdorf Moslems, die sowohl einen Koran als auch nen Komodowaran besitzen (Asylbetrüger)?

• Wer zerschnippelt die Wochenendausgabe der „Freie Presse“ und puzzelt aus Zahlen, Buchstaben und Satzzeichen interessante Artikel?

• Kann man Eingekochtes aus dem Jahre 1973 noch verwenden?

• Welcher Chemnitzer Stadtrat hat den Längsten?

• Welche Ulknudel hat beim FKK am Stausee Oberrabenstein etwas zu verzollen?

• Wem wurde, weil er dem außergerwöhnlichen Hobby des Hochdeutsch-Sprechens fröhnt, im ÖPNV schonmal die Fresse poliert?

• Wer wischt sich, wenns Knall auf Fall kommt, mit der Online-Ausgabe des Freizeitmagazins „Chemnitzer“ den Arsch ab?

• Wer hat den „Fenstermann“ gesehen?

Witz der Woche: Die Auflagezahlenentwicklung „Sachsens größter Zeitung“

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Daten via www.ivw.eu
Tendenziöse Talfahrt-Darstellung: Hallo-Chemnitz

Inventur im Chemnitzer Tierpark: Warum der Bärenmakak gehen muss

Inventur im Chemnitzer Tierpark. Nach vielen Geburten leben fast 1000 Amphibien, Säuger oder Vögel in den Gehegen.

(bild.de)

Zu viel für den pleitebedrohten Zoo! Hallo-Chemnitz verrät: Wer kommt, wer geht, wer bleibt?

Bleibt:

• Maus – Grund: klein.
• Klammeraffe – hier machts vor allem der Preis, 5 Stk. nur 11,99!
• Lisztaffe – schrieb über 100 schöne Klavierwerke, machte sich 2004 unsterblich mit der Klingelton-Komposition „Die furzenden Affen
• Löffelente – hochgradig domestiziert: isst sogar ins Gehege geworfene Dönerreste mit Messer und Gabel
• Przewalskipferd – als hängende Spitze eine Option für die WM 2014
• Venezuelaamazone – bleibt: geile Möpse

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Muss im Tierpark seine Koffer packen: Bärenmakak „Svenni“

Geht:

• Ratte – vergrätzt Besucher, weil: isst ohne Messer und Gabel, stinkt. Heftet sich mit kot- und blutgetränktem Schwanz an Artgenossen, verknäult sich, bildet so: den „Rattenkönig von Schönau“
• Brillenvogel – fliegt, Grund: neue Brille. Gleitsicht. Zu teuer.
• Bärenmakak – Toilette runtergespült: zu unreinlich!
• Zweifarb-Fruchttaube – zwei Farben sind eine zu viel.
Sachsenhuhn – hackte, von der Tierparkleitung jahrelang gedeckelt, mit 2 Bonobos auf ausländische Besucher ein. Bereits seit einem Jahr in U-Haft. Rückkehr nicht vor 2015.
• Sonnenralle – Abgang noch in diesem Monat. Kehrt zu seiner Familie zurück. Bruder „Florida-Rolf“ richtet bereits die Voliere in seiner mallorquinischen Finca her. Tirili!

Zeigfreudig: „Expressionist im Museum Gunzenhauser“


Wenn Affen Kunstrichter spielen, gibt´s solche tierisch guten Schlagzeilen.

(Meldung via Kunsthandwerks-Periodika sachsenfernsehen.de)

Weihnachtsmarkt wegen Orkan dicht: Wichtel laufen Sturm

Weihnachtsmarkt wegen Windes weg!

- „Händler verrammeln ihre Buden!“ (bild.de)

- „Von Besinnlichkeit keine Spur. Statt Adventsstimmung Frust und Ärger auf dem Weihnachtsmarkt.“ (freiepresse.de)

Doch nicht nur Fans von blinkenden Zipfelmützen, hemmungslosem Sturztrunk und Gelegenheitsdiebstahl werden durch Sturmtief Xaver zwei besinnliche Tage im Containerdorf genommen.
Besonders vom Aussetzen des Marktbetriebes sind natürlich die geschäftigen „Wichtel“, die in ihren Holzbüdchen erzgebirgische Pizza („Ich liebe dich“), lauwarme Zuckerlösung („Glühwein“) oder die fettigste Rostbratwurst des gesamten Sudetenlandes („3,50€“) feil bieten, betroffen.

Was die Wichtels jetzt untereinander wütend wichseln fasst Hallo-Chemnitz zusammen.

Die Händler hatten um 9 Uhr erfahren, dass der Markt den ganzen Tag geschlossen bleibt. Nachvollziehen konnten das nur die wenigsten. „Beschissen“ sei das Vorgehen der Stadt, probt ein Wortführer der Wichtel den Aufstand.

T r ä n e n in den Augen hatte die Inhaberin einer Fleischerei mit Imbiss. „Die wissen ja nicht, was sie uns antun“, sagte sie. Alles, was vorgekocht wurde, habe sie wegwerfen müssen. Um attraktiv für die Kunden zu sein, habe sie in eine neue Hütte investiert. Gern wäre sie auf dem Markt geblieben, um darauf aufzupassen. „Aber nicht einmal das dürfen wir.“

(zitiert nach freiepresse.de)

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Wegen Orkantief Xaver geschlossen: Weihnachtsmarkt Chemnitz

Zustände wie in der DDR oder heute noch: in Nord-Korea.

Besonders schwer zu wiegen („Fassungslosigkeit“) aber scheint für die Gewerbetreibenden nicht etwa, dass insgesamt 4 Millionen Fischbrötchen die Campingtoiletten runtergespült werden mussten („enorme Umsatzeinbußen“), sondern der Moment „in dem sie erfuhren, dass andere Märkte in der Region geöffnet hatten. 23 Jahre nach der Wende wieder: „Alarmstufe Rot“! Klar, dass deshalb besonders den Freiheitlichen unter uns der Hut hoch geht.

Eduard „Eddy“ Jenke (FDP), zuletzt 2008/2009 mit seiner Schnapsidee „Damit die Belebung der Innenstadt gelingt, könnten in den Sommermonaten Sportereignisse wie Beachvolleyballturniere initiiert werden“ in Hallo-Chemnitz zitiert, äußerte sich in der Freien-Presse entsprechend kritisch.

Eine verantwortungsvolle Öffnung und vorzeitige Beendigung hätte Markthändlern und Kunden besser getan. Einen vorzeitigen Abbruch hätten Kunden akzeptiert. So aber werden wir vom Bergvolk belächelt.

(zitiert nach freiepresse.de)

Und weil DAS ja wohl am allerwenigsten sein soll, als stolze Chemnitzer von „Menschen“ aus dem Erzgebirge verlacht zu werden und ein geschlossener Weihnachtsmarkt eben ist wie ein Stadtteil ohne Netto-Markt, nen Fußballclub in der dritten Liga oder keine Verwandten im Westen zu haben, versprechen wir, den Weihnachtsmarkt zukünftig gegen jedes Wetterereignis (z.B. Frühling) bis zum letzten Heizpilz zu verteidigen.

Händler, hört ihr die Signale?

Hallo-Chemnitz

Am Wochenende: Ins DDR-Museum!

Wer unter der Woche in Zeit, Spiegel oder sonstwo über die gemütliche Treuhänderin des NSU Beate Zschäpe, ihre geselligen Ostseeurlaube und ihren Faible für DDR-Devotionalien mit Lustgewinn gelesen hat, dem sei für dieses Wochenende der Besuch des Privatmuseums der Limbacherin Monika Köhler-Sylvester anempfohlen. Die teilt Zschäpes Spleen, sammelt Produkte aus der DDR. Beide, obwohl zur Wende erst dreizehnjährig, verbindet „ein starkes Gefühl der Nostalgie.“
Köhler-Sylvester, zwischen Nieder- und Obefrohna liebevoll nur „Minka Muckefuck“ genannt, hat „ihr Sammelsurium nun abfotografiert und präsentiert es morgen in der Begegnungsstätte Hot’s 82.“ Zu sehen gibt es „knapp 300 Bilder in einer Diashow und dazu Ausstellungsstücke zum Anfassen.“ Exponate „wie ihre alte Brotdose aus der Schulzeit“, „Küchenutensilien“ oder „Haushaltsmittel“ wie das mittlerweile verfemte Ata sollen die Besucher anlocken.

„Wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir zum Beispiel sofort die kleinen Eisbecher mit den bunten Plastiklöffeln ein. Und Adi, der im Fernsehen die Sendung ,Mach mit, mach’s nach, mach’s besser‘ moderiert hat“

Los geht’s um 15 Uhr.

Ein ganz anderes Kaliber, aber durchaus in der Tradition der westsächsischen Mord- und Totschlaggesellschaft stehend, ist die Ausstellung „Spielzeugkanone und Puppenhaus“ im Chemnitzer Schlossbergmuseum.
Sachsen-Fersehen kündet etwas ahnungslos von „Ausstellungsstücken, die mit ihrem eigenen Charme sowie ihrem Seltenheitswert bestechen und einen Blick in eine entfernte Epoche“ bieten. Wir als „Kunst&Krempel„-VHS-Archivare wissen besser Bescheid und dürfen im selbstgefälligen Auskennergestus darauf hinweisen, dass es neben einer knuddelsüssen Karl-Sack-Puppenstube von 1934 für die Mädchen, für Jungs die Replika einer Walnuss-schießende Miniatur-Kanone in Aktion geben wird. Für die Altvorderen von Rosarot und Himmelblau hält die liebevoll kuratierte Ausstellung außerdem eine Schuhkarton-Miniatur des KZ Sachsenburg vor.
Auf die Nuss gibt’s ab 11Uhr.
Wir sehen uns,

ihre und eure Hallo-Chemnitz!

Wegen Zer|stü|cke|lung: Personalmangel bei sächsischer Polizei

(via Kanibalismusportal freiepresse.de)

Freie-Presse-Volontäre: Das könnten wir sein

Volo… what? Klingt nach Schuften ohne Geld. Bevor ihr euch jetzt Minderjährige vorstellt, die Zeitungsbündel durch die Straßen schleppen: Entwarnung! Wir werden bezahlt und was noch besser ist, ausgebildet. Auf diesem Blog könnt ihr uns Jungjournalisten beim Zeitungsmachen beobachten. Ihr erfahrt Anekdoten zu unseren Geschichten. Das wird nicht nur getippt, sondern auch gefilmt und fotografiert: Wir bloggen crossmedial. Was das überhaupt bedeuten soll, könnt ihr gleich in dem ersten Beitrag von Sebastian lesen. Und: fragt, fragt, fragt. Wir möchten antworten.

(via freiepressevolontaere.wordpress.com)

Hallo-Chemnitz hat für Sie kursiv gelesen und erklärt zunächst kurz, um was es im FP-Volo-Blog geht.

• was wird da gemacht: für Leidgeprüfte schwer zu ertragende Aufmerksamkeitsökonomie betrieben

• für wen es eigentlich gedacht ist: Entscheider, neidische Germanistikstudenten

• nach was es für Entscheider aussehen soll: Handwerk, Andienen

• nach was es für alle anderen aussehen soll: Wortwitz, Weltgewandtheit, Authentizität, ironische Distanz

Volo-Blog. Das heißt Infotainment für Studenten, die sich einander als „Studis“ vorstellen und überhaupt für jeden intellektuell geundercutteten Hüftjackenträger. Auch in Ausbildung. Nur: Im Alter jung müssen sie sein.
Hallo-Chemnitz ist jung und freut sich auf eitle Berichterstattung von Scheinproblemen anderer „Nachwuchsredakteure“. Auf nach Kräften aufgerüschten Übertrag persönlich Banalem ins prätentiös Uneigentliche und auf ne Menge schiefer Bilder der mitunter schon 27jährigen Entgeltlichen. Auf Zeilen, aus denen das Einverstandensein mit den Verhältnissen glucksen tut. Auf nen Sprech, der eigentlich Reklame heißt. Auf Rotz für Leute, die Interesse am Unmittelbaren haben: Schön Einkaufen, mit Freunden treffen, moraline Verteilungsgerichtigkeit. Auf die gespiegelte Geisteshaltung einer Generation, die uns bald hauptberuflich bevormundet, für dumm verkauft und herumschubst.

Bis dahin aber gilt: Wir beobachten euch!